mausen

„Mausen machen Mäuse, die Käse brauchen.“

Also: Mausen ist das einfache Nehmen von dem, was man eben benötigt, und das in bewusster Ignoranz der Tatsache, dass jemand seinen Namen draufgelötet hat. Mausen, könnte man meinen, ist Mundraub (und der wird ja nicht bestraft) oder ist zumindest eng mit diesem verwandt. Der Mausende, wie auch sein Freund, der Mopsende, sehen sich als zwei Anarchisten, die die Welt, wie wir sie kennen, zerstören könnten. Die nicht fragen, nicht um Almosen bitten, nicht kaufen, nicht tagelöhnern, die für sich selbst sorgen in der Not. Mausen kann insofern eine Einstellung sein oder zumindest die Ahnung einer Einstellung. Beim Mausen ist man sich selbst am nähesten. Und Jesus
meinte dazu:
„Seht die Mäuse unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht […] und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“

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